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Samstag, 4. Februar 2012, 23:29

Welches Refugium

Hallo,

ich habe jetzt nach einem Tag Bastelei endlich ein Technikbecken an mein Aquarium angeschlossen.

Eine Kammer des Becken soll ein Refugium werden.
Die Maße sind 23 cm X 34 cm. Wassertiefe ist 30 cm. Also ca. 23 Liter
Zur Beleuchtung hätte ich eine 13 Watt T5 Lampe für Nano Aquarien.

Das Refugium soll folgendes bewirken:
- Vermehrung von Kleingetier damit im Hauptbecken Mandarinfische gehalten werden können
- Abbau von Nährstoffen
- Generelle Stabilisierung der Beckenbiologie.

Bisher hatte ich an ein DSB mit Drahtalgen gedacht. 15cm Sand, 15cm Wasser drüber.
Habe jetzt allerdings gehört, dass das wohl auch nicht ganz ungefährlich sein kann und dass ich doch besser nur Lebendgestein in das Refugium packen soll.

Was meint Ihr? Wie würdet Ihr das Refugium gestalten?
Gruß Mario

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2

Sonntag, 5. Februar 2012, 09:26

Hallo Mario,
ich würde 10-12 cm Aragonitsand rein packen und eine Handvoll Sand aus einem laufenden DSB. Dazu die Drahtalgen. Ggf. eine kleine Strömungspumpe. 2-3 Nassarius oder Cerithrium dazu und gut.
Was soll daran gefährlich sein? Nährstofflimitierung?
_________________
Grüsse
Oli

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Sonntag, 5. Februar 2012, 12:18

Was nimmt man denn am besten für eine Körnung? Habe sowohl gefunden, dass man ganz feinen Sand nehmen soll als auch, dass man verschiedene Schichten mit verschiedenen Körnungen machen soll.

Das war bei einem Händler, der meinte, dass sich in dem Sand Amonium Depots usw. bilden können....

Ich habe noch eine Koralia Nano 900. Die wollte ich für das DSB nutzen...

Lässt man die Drahtalgen eigentlich auf dem Sand treiben oder werden die noch irgendwie befestigt?
Gruß Mario

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4

Sonntag, 5. Februar 2012, 12:22

Hallo Mario,
ich hatte in meinem kleinen Becken eine Tunze Nano. Die 900er könnte etwas zu stark sein für die Größe, musst du ausprobieren.
Körnung hatte ich eine sehr feine, max 1,2mm. Denke mal alles unter 2 sollte gut gehen.
Verschiedene Schichten wäre Jaubert. Denke mal viel Aufwand für so ein kleines Abteil.
Drahtalgen einfach rein, die kannst nicht vestmachen.
_________________
Grüsse
Oli

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Sonntag, 5. Februar 2012, 12:40

Hallo Mario,

ich würde auf jeden Fall auch ohne Bodengrund arbeiten. Drahtalgen kannst Du einfach im Refugium unbefestigt lassen. Auch eine zusätzliche Strömung ist unnötig; der normale Durchfluss reicht. Wenn Du einen höheren Anteil an Mikrolebewesen erzielen möchtest, würde ich ein paar lebende Steine einbringen. Allerdings dürfte dies bezüglich der Fütterung der Mandarinfische mengenmäßig auch nicht allzu viel bringen.

Gruß

Bernd

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Sonntag, 5. Februar 2012, 12:41

Die Gefahr eines DSB ist halt der Sauerstoffverbrauch. Normalerweise kein Problem, da durch Pumpen und Abschäumer genug ins Becken kommt, bei einem Stromausfall ist dies aber nicht mehr der Fall und dein Sauerstoffgehalt wird recht schnell fallen. Mit PVC Rohren und einem Ventiel kann man aber so ein Refugium im TB auch entkoppeln. Dann würde bei einem Stormausfall nur das DsB Schadennehmen und nicht das Hauptbecken.

Musst auch mit der Förderpumpe schauen ob diese planktonschonend ist, da sonst viele Kleintier in dieser kaputt gehen. Auch der Abschäumer nimmt einiges herraus aus dem Becken. Wenn es gut steht vieleicht nur 12h laufen lassen.
mfg Volker

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Sonntag, 5. Februar 2012, 13:08

Bei einem Stromausfall hätte ich ja eh keinen Austausch mit dem TB mehr....
Ich habe eine USV. An dieser hängt jedoch nur eine Pumpe im Hauptbecken. Das TB würde dann ja gar nicht mehr rückfördern....

Als Rückförderpumpe habe ich eine Tunze Silence 1073.020.

Die Idee ist ja die, dass sich in dem Refugium die Kleinstlebewesen vermehren können ohne dass dort die Mandarins die Population ausrotten. Und es sollte entsprechend immer Nachschub im Hauptbecken erscheinen. Hab gesehen, daß die Amis das sehr oft machen und damit gute Ergebisse erzielen. Die machen teilweise sogar Lebendgesteinhaufen im richtigen Becken, quasi als Refugium.
Gruß Mario

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Sonntag, 5. Februar 2012, 13:22

Das mit dem Stromausfall sehe ich wie Mario.
Sicherlich hat man wenn der Strom wieder da ist kurzzeitig das Sauerstoffreduziertewasser in Mischung mit dem restlichen Wasser. Das halte ich aber für nicht so bedenklich.
Und mal ganz ehrlich, wie oft habt ihr Stromausfall? *Auf Holz klopf*
_________________
Grüsse
Oli

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Sonntag, 5. Februar 2012, 21:45

Und mal ganz ehrlich, wie oft habt ihr Stromausfall? *Auf Holz klopf*
Nur Freitag, den 13. ! Beinahe-GAU
nicht sessile Tiere: 1 P. hepatus, 2 Z. flavescens, 2 Centropyge loricula, 1 Acreichthys tomentosus, 2 A. ocellaris, 2 Pseudocheilinus hexataenia, 6 Chromis viridis, 1 Chrysiptera hemicyanea, 1 Chrysiptera talboti, 1 Gramma loretto, 1 Gobiodon histrio, 2 Pterosynchiropus splendidus, 2 Pholidichthys leucotaenia, 1 Salerias fasciatus, 2 Doryrhamphus excisus, 2 L. debelius, 1 Thor-Garnele, 2 L. seticaudata, 2 L. wurdemanni, 1 Alpheus bellulus, 1 Petrolisthes sp., 1 Mithraculus sculptus, 1 Neopetrolisthes oshimai, 1 Diadema setosum, 1 Mespillia globulus, 1 Tripneustes gratilla, 1 Echinometra sp., 1 Ophiolepis superba, ~30 Einsiedler, 4 Astralium sp., 2 Lunella coronata, Stomatella- und Taubenschnecken

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Sonntag, 5. Februar 2012, 23:16

Moin, warum hängst du nicht wenigstens die RF Pumpe mit an die USV?
Bei mir hängen Mini RD, 2x 6055, 2x6095, 2x nano 900 (für DSB Refugium im TB, 35cmx35cm, ist doch die geplant Grösse) dran, die Probe habe ich nach 9std abgebrochen.
Das viele Kleinstlebewesen aus dem unteren Abteil ins Hauptbecken gelangen glaube ich kaum, werden doch zum Großteil durch die RF Pumpe geschreddert.
Gruß Lars
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Montag, 6. Februar 2012, 01:11

Das ist ne Menge.... was für eine USV hast Du denn?
Ich habe eine APC Smart-UPS SUA750I. Die macht laut Datenblatt bei 50Watt 1:45h. Die Idee war, dass die ca. einen Tag durchhält, bis dahin sollte ich auf jeden Fall wieder irgendwie vor Ort sein.

Kannst Du mir noch ein paar Details über dein DSB schreiben? Was für einen Sand hast Du genommen? Wieviel hast Du gebraucht? Welche Schnecken usw. eingesetzt?
Muss man die Schnecken usw. im DSB Refugium eigentlich auch zusätzlich irgendwie füttern?
Wie bist Du bei der Einrichtung vorgegangen?

Bin mir gar nicht so sicher, dass so viel von der Pumpe geshreddert wird. Die müssten ja schon genau vom Impeller zerquetscht werden. Wenn sie im Wasser zwischen den einzelnen Flügeln mitgerissen werden dürfte ja eigentlich nicht so viel passieren.
Gruß Mario

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Montag, 6. Februar 2012, 01:24

Ich würde auch lieber auf Drahtalge mit 2-3 Kilo LG setzen. Das LG kannst du dann bei bedarf einmal im Jahr wechseln. DSB für Maderinfische finde ich übertrieben.
Sonnenriff 120x140x70 u. Ableger 170x70x60 im Keller im Kreislauf
Kuckt auf unserer Homepage mal rein.
Daniel und Claudia

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Montag, 6. Februar 2012, 09:10

Zum DSB treiben weniger die Mandarins als der angeblich bessere Nährstoffabbau durch so ein Refugium.
Ich habe auch ein wenig Angst, mir durch LS irgendwelche Plagen einzuschleppen....
Gruß Mario

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Montag, 6. Februar 2012, 09:25

Zitat

was für eine USV hast Du denn?

Hier der Link https://www.fraron.de/watt-vorrangschalt…egert-p-42.html
Dazu ne 100Ah Batterie.
DSB habe ich echten Livesand, Aragonitsand 0,5er Körnung mit Nasarius und Cerithium. Momental jede Menge Cyanos, sonst hätt ich n Foto rangehängt.
Die Nanos laufen immer abwechselnd im Stundenwechsel. Beleuchtet mit 10 Watt Eigenbau LED für die Drahtalgen.
Gruß Lars
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Montag, 6. Februar 2012, 10:04

Hallo zusamen
Ein Stream im Refugium, würde ich mir verkneifen.
Wenn Chaetomorpha linum im Refugium zum Einsatz kommt braucht man keinen Budengrund, jedoch wird Chaetomorpha linum nur gut wachsen wenn das Wasser recht Nährstoffreich ist.
Bei Werten nahe Null wird Chaetomorpha linum glasig hart und wird eigentlich weniger als mehr.
Wenn Andere Caulerpa Arten zu Einsatz kommen sollen, wie z.B. Caulerpa prolifera wirst du nicht ohne Bodengrund zurecht kommen.
Als Bodengrung kann Sand in verschiedenen Körnugen verwendet werden, oder Mircle Mud.
Das mit der Stromausfall Geschichte, kann ich nicht bestätigen ....................
Gerald

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Montag, 6. Februar 2012, 10:28

@Lars: Wo hast Du den echten Livesand her?

@Gerald: Ich habe bisher von Caulerpa Abstand genommen, weil ich gehört habe, dass die sich ab und an (aus Fortpflanzungsgründen) vollständig auflösen und so das Wasser entsprechend belasten... Was ist denn davon zu halten?
Gruß Mario

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Montag, 6. Februar 2012, 14:36

Hi gstyle
Vom Caulerpa ausbluten ist folgendes zu halten
Wenn ich meine Caulerpa prolifera abernte, fahre ich mit mit meiner Hand wie mit einem Rechen druch die Caluerpa´s, dabei ziehe ich ganze Pflanzen herraus. Wenn man die Caulerpa abreist oder schneidet ist die Gefahr recht hoch das die Caulerpas ausblutet. Den Frotpflanzungstrieb kann man mit 24/7 Beleuchtung entgegenwirken. Chaetomorpha linum hatte ich ganz am Anfang im Schlammfilter. Im 1. 3/4 Jahr war das Wachstum enorm. Danach setzen sich die Caulerpa prolifera durch, das ist bis heute so. Ich habe noch einen winzigen Bestand Chaetomorpha linum im Schlammfilter, worüber ich auch froh bin. Ich würde sagen vom Volumen her 4 oder 5 Liter.
Gerald

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Montag, 6. Februar 2012, 17:03

Also beleuchtest Du 24/7?

Mh... sind natürlich doppelte Energiekosten... mh...
Jetzt bin ich unentschlossen... :(
Gruß Mario

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Montag, 6. Februar 2012, 23:44

Hallo Mario,

ich habe seit Jahren nur noch div. Caulerpa in meinem übergroßen Refugium. Sie sterben weder ab noch bluten sie beim Ausdünnen - wie von Gerald richtig beschrieben - aus, gelangen auch nicht ins Hauptbecken und werden mit einfachen billigen Leuchtstoffröhren aus dem Baumarkt 10 Stunden beleuchtet. Die Wirkung ist trotzdem enorm, PO4 konstant bei 0,025 bis 0,05, N03 knapp an der Nachweisgrenze, also oft nah am limitierten Bereich.

Gruß

Bernd

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